Sieben Fragen für ein gutes Projektbriefing
Von Lukas Bärlocher ·
Ein gutes Briefing muss nicht lang sein. Es soll die Fragen beantworten, die für die Umsetzung einen Unterschied machen. Diese sieben helfen mir, Ihr Vorhaben einzuschätzen. Was noch offen ist, klären wir gemeinsam.
Was soll sich durch das Projekt ändern?
Beschreiben Sie das gewünschte Ergebnis möglichst konkret. Soll ein neues Angebot bekannt werden? Sollen sich Menschen anmelden, sich bewerben oder ein Vorhaben besser verstehen? «Wir brauchen ein Video» nennt das Mittel. Die Aufgabe dahinter hilft zu entscheiden, ob ein Video dafür die richtige Form ist.
Wen möchten Sie erreichen?
«Die Öffentlichkeit» ist als Zielgruppe schwer zu greifen. Hilfreicher ist ein Bild der Menschen, für die Sie kommunizieren: Was wissen sie bereits? Was interessiert sie? Wo begegnen sie Ihrer Organisation? Wenn mehrere Gruppen wichtig sind, legen wir fest, welche zuerst angesprochen werden soll.
Was muss bei diesen Menschen ankommen?
Welche Aussage soll hängen bleiben? Oft gibt es mehr zu erzählen, als in einen Film oder auf eine Seite passt. Sammeln Sie die Themen zunächst. Die Gewichtung können wir gemeinsam vornehmen. Vorhandene Texte, Berichte und frühere Produktionen sind dafür nützlich.
Wo sollen die Inhalte erscheinen?
Website, Veranstaltung, Social Media und Gremienpräsentation stellen unterschiedliche Anforderungen. Format, Länge, Untertitel und Bildausschnitt lassen sich besser planen, wenn die Verwendung vor der Produktion klar ist. Denken Sie auch an eine spätere Nutzung, etwa im Jahresbericht.
Wer wirkt mit und wer entscheidet?
Nennen Sie eine Ansprechperson und die Personen oder Gremien, die freigeben. Wer stellt Unterlagen bereit? Wer steht vor der Kamera? Wer prüft Aussagen? Gebündelte Rückmeldungen ersparen Schleifen. Klare Zuständigkeiten sind gerade dann hilfreich, wenn viele Menschen am Projekt beteiligt sind.
Wann muss was fertig sein?
Ein Veranstaltungstermin oder eine geplante Veröffentlichung gibt den Rahmen vor. Davor brauchen wir Zeit für Vorbereitung, Produktion und Rückmeldungen. Teilen Sie feste Termine früh mit. Wenn noch nichts feststeht, genügt ein ungefährer Zeitraum für das erste Gespräch.
Welcher Rahmen steht zur Verfügung?
Ein Budget hilft, eine passende Lösung vorzuschlagen. Es entscheidet etwa darüber, ob ein einzelner Drehtag, mehrere Standorte oder eine ganze Serie sinnvoll planbar sind. Ist das Budget noch offen, sagen Sie das. Wir können zuerst den Bedarf ordnen und daraus einen realistischen Umfang ableiten.
Sie müssen diese Fragen nicht perfekt beantworten, bevor Sie sich melden. Schicken Sie mir, was schon feststeht, und sagen Sie, wo Sie Unterstützung brauchen. Genau dort beginnt die Zusammenarbeit.