Imagefilm, Projektfilm oder Interview: Welcher Film passt?
Von Lukas Bärlocher ·
Viele Anfragen beginnen mit «Wir brauchen einen Imagefilm». Manchmal stimmt das. Oft steckt dahinter aber eine andere Aufgabe: ein Projekt erklären, Fachkräfte gewinnen oder einer Person eine Stimme geben. Diese Übersicht hilft, das passende Format zu finden.
Der Imagefilm: wer Sie sind
Ein Imagefilm stellt eine Organisation als Ganzes vor: Haltung, Menschen, Arbeitsweise. Er eignet sich für die Startseite, für Präsentationen und für den ersten Eindruck bei neuen Partnern. Weil er vieles abdecken soll, braucht er eine klare Aussage. Sonst wird er zur Aufzählung, die niemandem in Erinnerung bleibt.
Der Projektfilm: was Sie tun
Ein Projektfilm zeigt ein konkretes Vorhaben: Wer ist beteiligt, was geschieht, was hat sich verändert? Er wirkt oft glaubwürdiger als ein Imagefilm, weil er an einem Beispiel zeigt, wie Sie arbeiten. Für NPOs und öffentliche Stellen ist er häufig die bessere Wahl, etwa für Jahresberichte, Gesuche oder Veranstaltungen.
Das Interview: eine Person, eine Aussage
Manchmal reicht ein gut geführtes Gespräch. Eine Fachperson erklärt ein Thema, eine Teilnehmerin erzählt von ihrer Erfahrung. Interviews lassen sich gut planen, wirken persönlich und funktionieren auch als Serie. Sie sind ein guter Einstieg, wenn Budget oder Zeit begrenzt sind.
Das Recruiting-Video: wer zu Ihnen passt
Wer Fachkräfte sucht, sollte Mitarbeitende zeigen statt Werbesprüche. Ein Recruiting-Video lebt von echten Einblicken in den Arbeitsalltag und von Menschen, die selbst erzählen. Kurze Fassungen für Stelleninserate und Social Media lassen sich aus demselben Dreh gewinnen.
Länge und Fassungen
Die Länge folgt dem Einsatz. Auf der Website darf ein Film etwas länger sein, auf Social Media zählen die ersten Sekunden. Oft lohnt es sich, aus einem Dreh mehrere Fassungen zu planen: einen Hauptfilm, eine Kurzfassung und einzelne Clips im Hochformat. Das sollte vor dem Dreh feststehen.
Woran Sie die richtige Wahl erkennen
Beginnen Sie mit der Frage, was Menschen nach dem Film tun oder verstanden haben sollen. Sollen sie Vertrauen fassen, sich bewerben, spenden oder ein Projekt nachvollziehen? Die Antwort bestimmt das Format, nicht umgekehrt. Genau das klären wir im ersten Gespräch, bevor wir über Drehtage sprechen.
Wenn Sie noch unsicher sind, welches Format passt, schreiben Sie mir, was der Film erreichen soll und wo er eingesetzt wird. Ich sage Ihnen offen, welche Form ich empfehlen würde.